Ausflüge, Sport und Kultur: Das Ferienprogramm 2012
02.08.2012, 10:40 Uhr
In den Wochen, in denen die Eltern noch oder schon wieder in die Arbeit müssen, bietet sich deshalb das vom Jugendamt organisierte städtische Sommerferienprogramm als sinnvolle Alternative an. Wie schon seit vielen Jahren wartet auch heuer wieder eine dichtgepackte Mischung mit Sport, Spaß und kulturellen Angeboten. Dabei sind auch einige Aktivitäten, die auf den ersten Blick so gar nichts mit Schule zu tun haben und bei denen die Teilnehmer trotzdem mit viel Vergnügen und Kurzweil ihre Fähigkeiten etwa im Bereich der Sprache verbessern können.
Im Sommercamp den Umgang mit der Sprache verbessern
Ein gutes Beispiel dafür ist das Sommercamp der Bürgerstiftung, das unter dem Motto „Wie fit bist du?“ angeboten wird. Es dauert vom 6. bis 17. August und bietet eine ganze Menge: Basteln, Malen, Kochen, Backen, Ausflüge und sogar chemische Experimente an der Uni. „Wir möchten in diesen zwei Wochen möglichst viel mit den Kindern unternehmen und dabei außerhalb der Schule ihre sprachlichen Fähigkeiten fördern“, berichtet die pädagogische Leiterin Michaela Dudek. Dabei gibt es weder Langeweile noch Leistungsdruck, sondern vielseitige Aktivitäten rund um Themen wie Ernährung, heimische und exotische Tiere und die Arbeit mit dem Internet.
„Durch den neuen Zugang und die intensive Betreuung entwickelt sich oft ein anderer Zugang und ein neuer Spaß, sich mit der Sprache zu beschäftigen“, weiß die Pädagogin. Keine Ferienschule also, aber ein zweiwöchiges Programm jeweils von 8 bis 16 Uhr, bei dem man neue Freunde kennenlernen, neue Gebiete entdecken und den Umgang mit neuen Wörtern lernen kann.
Dass Betreuung viel mehr ist als reines Zeit-Herumbringen, bestätigen auch andere Angebote wie etwa der „Siemens Ferienclub“, der jeweils wochenweise angeboten wird (in der letzten Ferienwoche sind hier noch Plätze frei). Ausflüge, Kreatives und Sport sind hier gebündelt.
Erstmals ist im Ferienprogramm auch eine Übersicht der mehrtägigen Angebote aufgelistet, die vielen nicht-kommerziellen Betreuungsmöglichkeiten finden Eltern unter der Internet-Adresse www.ferienbetreuung.nuernberg.de.
Die Möglichkeiten und auch die Anbieter werden immer vielfältiger“, sagt Herbert Bystrich vom Bündnis für Familien dazu. Durch die neue Übersicht ist es möglich, Engpässe oder Überkapazitäten vermeiden zu helfen.
Nach wie vor sind auch nach der ersten großen Anmeldungswelle in vielen Kursen noch Plätze offen. Immerhin sind diesmal Aktivitäten mit rund 7000 Plätzen in 360 Angeboten vorhanden. „Wer bei uns anruft, ruft nicht umsonst an“, weiß Manfred Berner vom Jugendamt aus Erfahrung.
Einer der größten Verdienste des Sommerferienprogramms ist es auch, durch vielfältige Förderungsmöglichkeiten Kindern Ferienspaß zu ermöglichen, die ansonsten aus finanziellen Gründen „außen vor“ geblieben wären.
Aktualisierte Listen, die unter www.sommerferien.nuernberg.de zu finden sind, geben Auskunft über freie Kurse. Seit Jahren wird eine Auswahl von Restplätzen (vor allem am Montag) in der Rubrik „Lust auf...“ auf der Seite Nürnbergplus2 vorgestellt. Einen Überblick bietet neben dem Internet auch das gedruckte Programm, das an vielen Stellen in der Stadt aufliegt.
Egal, ob Interesse an dem finnischen Klötzchen-Wurfspiel Mölkky besteht, an einem Erste-Hilfe-Kurs mit dem Titel „Junge Helden helfen“, am Kennenlernen von Skikes (einer Mischung aus Inlineskates und Rollskiern) oder an was auch immer – die Anmeldung ist immer montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr im Jugendamt Dietzstraße4 im 1. Stock möglich.
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