Höchste Ehrung für «Mutter aller Crosser»
10.03.2009, 00:00 Uhr
Sie sei «ein Urgestein im Pegnitzer Motorsport», lobte Vorstand Herbert Gabler, und durch ihre kameradschaftliche Art «die Mutter aller Crosser».
Inge Jahn ist seit 23 Jahren die Schatzmeisterin des MSC. Aber daneben wurde ihr die Motorsportanlage in Scharthammer zur zweiten Heimat. Denn sie beließ es nicht beim Kassieren der Trainingsgebühren, beim unermüdlichen Umgang mit Tabellen und Regularien. Sie stand auch «tagelang mitten im Dreck» und beschaffte bis zur Erschöpfung Material, Maschinen, Verpflegung. Zusätzlich organisierte Inge Jahn eigene Veranstaltungen. «Viele haben ihr Herz bei ihr ausgeschüttet», lobte Gabler, «jeder konnte auf ihre Hilfe zurückgreifen.»
Er umriss zu Beginn des Abends den Jahresverlauf. Der MSC mit seinen aktuell 272 Mitgliedern (2007: 291) sei ein junger Verein, weil er 60 Kinder unter seinen Fittichen hat, 27 Teenies und 42 Twens. Ihnen allen will der MSC zentral Motorsport anbieten, um wildes Fahren zu vermeiden.
Neu eingegliedert ist die Sparte «Modellfahrzeuge» unter Armin Vondran. Fehlgeschlagen ist das Konzept von Jörg Sandner und Philipp Ponfick für Mountainbiker. Ihre dafür mühsam errichteten Hindernisse «fristen jetzt ein kärgliches Dasein».
Ein Lob Gablers galt Sportleiter Hans Lang, der mit «unglaublicher Hartnäckigkeit» Verbesserungen im gesamten Motorsportbereich durchsetzte. Es glückte außerdem, Michael Herbst als Verkehrsleiter in den Gauvorstand wählen zu lassen.
Für die Sicherheitsarbeit gelang es leider nicht, für Walter Brendel und Günther Zaloga einen Ersatz zu finden. Aber es gibt ein neues Team beim Enduro-Sicherheitstraining mit Gogo Bockisch und Christoph Spachmüller.
Ein «phänomenaler» Erfolg war der Lauf für die mittelfränkische Mofa-WM. Die Auswärtigen genossen es, hier mit einer Startmaschine losfahren zu können und nicht auf das Le-Mans-Verfahren angewiesen zu sein.
«Ein Highlight für die Monster-Truckgruppe war es», so Gabler weiter, dass Scharthammer als Ort für einen Werbefilm ausgewählt wurde.
Im September bat die Eventfirma Pro-Time die KSB-Chefetage aus der ganzen Welt zum Test für Geländefahrzeuge, um an die Grenzen gehen zu können. Dies wird heuer am 27. Juni wiederholt.
Eine andere Eventfirma wählte Scharthammer aus, um den Einsatz des neuen Renault-Geländewagens zu prüfen.
Mitte Oktober kam es in Scharthammer zur «Bavarian Quad-Challenge», die ein breites Starterfeld hatte und heuer am 17. Oktober wiederholt wird.
Gabler dankte allen Helfern, besonders dem THW, der Buchauer Feuerwehr und dem ärztlichen Betreuer Dr. Hanns-Peter Kleißl.
Für die Sparte «Heimat-Touristik» gab Albrecht Sonntag den Jahresbericht. Er nannte die Ostereiersuchfahrt «mit knöcheltiefem Matsch», die Stern- und Zielfahrten des ADAC und auch die Gesamtpunktzahlen einzelner Fahrer in Nordbayern: Er selbst 2633, Inge Jahn 1987, Herbert Gabler 1614, Hilde Sonntag 533, Harald Burkel 530, Margareta Gabler 488.
Heuer ist die Ostersuchfahrt am 10. April und die ADAC-Sternfahrt nach Pegnitz am 13. Juni.
Die MSC-Fahrradturniere waren sehr erfolgreich. Denn an sechs Tagen konnten 414 Kinder auf den Parcours geschickt werden, von Grund-, Förder- und Hauptschulen. Am 4. Mai geht es in Creußen weiter, am 25. Mai im Pegnitzer Eisstadion.
Auf ein Club-Motocross des MSC wird heuer verzichtet. Aber das Fünf-Stunden-Mofafahren kommt, ebenso Jugendtrainings und Einstellfahrten. Dafür wurde die Strecke im Vorjahr gut präpariert. Clubmeisterschaften sind am 24. Mai, 2. August und 27. September.
Die Abteilung «Slalom» betreute Horst Scherzer. Im Vorjahr gab es so viel Arbeit, dass die Slalom-Fahrten etwas zu kurz kamen. «Trotzdem kann sich die Bilanz sehen lassen.» Er wurde im Sommer Fünfter in Bayreuth und in der «G 2» Klassensieger. Anschließend beim AC Stein war seine Frau Inge die schnellste bei den Damen der Gruppe G und Neunte in der Gesamtwertung. Horst Scherzer wurde Dritter unter 32 Startern in seiner Gruppe und Zehnter insgesamt.
Heuer wollen beide erstmals mit Slicks-Reifen antreten und erhoffen sich je nach Strecke Siegchancen.