Junge Künstler boten ein Allegro für die Sinne

02.06.2011, 00:00 Uhr
Junge Künstler boten ein Allegro für die Sinne

© Klier

Nach den Begrüßungsworten durch Pfarrerin Beate Krauß, die stellvertretende Vorsitzende des Diakonievereins Jura, bildete Carolin Büttner mit ihrer Altblockflöte den wohlklingenden musikalischen Auftakt. Souverän und sauber spielte sie eine Sonate des zeitgenössischen Komponisten Gustav Gunsenheimer. Den Part am Klavier meisterte Lukas Wegmann ebenso gekonnt wie seine Partnerin.

Jüngste Teilnehmerin war die zehnjährige Laura Dotzer. Sicher und scheinbar mühelos interpretierte sie auf der Violine zwei Sätze aus Oskar Riedings Konzert in h-Moll.  Wie auch bei weiteren Darbietungen sorgte die stellvertretende Schulleiterin Karin Greber für die stimmige Begleitung am Klavier.

Mit der anspruchsvollen Badinerie von Johann Sebastian Bach hatte die elfjährige Stefanie Reichard keinerlei Probleme auf der Querflöte. Sicherer Ansatz und sauberes Spiel kennzeichneten ihren Vortrag.

Sichere Bogenführung

Ebenfalls elf Jahre alt ist Lucia Gnatzy, die mit sicherer Bogenführung das Allegro moderato aus einem Konzert von Oskar Rieding in gefälliger Form auf der Violine vortrug.

Gewissermaßen ein Heimspiel hatte Marlene Riedl. Am Steingraeber-Flügel zeigte das Mädchen mit überzeugender Spielweise, wie gekonnt man nach neunjährigem Unterricht „Childrens Corner“ von Claude Debussy darbieten kann.

Dem sicheren Spiel der 13-jährigen Laura Tauschek hörte man ihre  Orchestererfahrung an. Ohne einen Blick in die Noten zu werfen, meisterte die talentierte Geigen-Virtuosin das Allegro aus dem Konzert D-Dur von Oskar Rieding.

Kulturpreisträger

Der volle, satte Klang des Tenorhorns von Alexander Knobloch erfüllte den Raum beim Preludio und der Aria des Komponisten Ennio Porrino. Der 13-jährige Alexander ist Kulturpreisträger der Stadt Hilpoltstein und erfolgreicher Teilnehmer bei Jugend musiziert.

Zu Recht, wie beim Spiel, resultierend aus perfekter Koordination von Lippen und Fingern auf dem Instrument, hörbar wurde. Burkhard Freimuth, Leiter der Musikschule Hilpoltstein, begleitete den anspruchsvollen Titel am Klavier.

Wie eine „Große“

Vor sechs Jahren hat Serafina Held mit dem Klavierspielen begonnen. Heute ist sie zwölf Jahre alt, spielt aber bereits wie eine „Große“. Zweimal gehörte sie schon bei Jugend musiziert zu den Preisträgern und hat auch den Förderpreis der Stadt Spalt erhalten.

Nach einem kurzen Moment der Konzentration erklang in souveräner, präziser Interpretation und sicherem Anschlag ein Rondo von Ludwig van Beethoven. Fast spielerisch tanzten bei dieser nicht eben leichten Komposition ihre Finger über die Tasten. Noten? Fehlanzeige.

Populäre Musik

Nachdem der Abend bisher eher klassischen Titeln vorbehalten gewesen war, bildete populäre Musik den Abschluss. Mit den Songs „The Climb“ und „Listen“ überzeugte die 19-jährige Andrea Häupler mit wandlungsfähiger und voller Stimme in einem engagierten Vortrag. Beim Wettbewerb Jugend musiziert waren ihre Leistungen bereits mit einem ersten Preis gewürdigt worden.

Begeisterter Schlussapplaus belohnte die Akteure beim Podium für junge Künstler für ihren Vortrag. Die Mädchen und Buben mussten sich jeweils nach zwei Seiten verbeugen, denn die „Bühne“ lag in der Mitte des Saals zwischen den beiden Zuhörergruppen.