DJK Abenberg erinnert an DFB-Pokalspiel

19.03.2014, 16:27 Uhr
DJK Abenberg erinnert an DFB-Pokalspiel

© Hiltl

Die Planung für diese Veranstaltung übernahm Gerd Haubner, der Sohn des damaligen Spielleiters. Zuerst mussten die Bilder im Archiv von Karlheinz Hiltl gesichtet werden. Die Fotos stammen von Hiltl selbst sowie von Arno Heider und von Rita Ruppel. Die Negative wurden vom Schwabacher Tagblatt schon vor langer Zeit an Hiltl weitergegeben.

Doch die Qualität der Filmstreifen hatte unter dieser langen Zeit gelitten. Hiltl nahm Kontakt zu Josef Einzinger auf, der aus dem vorhandenen, alten Bildmaterial schon so oft brauchbares Material zu Stande gebracht hatte. Auch diesmal sorgte Einzinger für eine sehr gute Bildqualität.

Moderator Kurt Weitzel

Die Moderation an diesem sehr kurzweiligen Abend übernahm der damalige Kapitän, Kurt Weitzel. Er begrüßte zuallererst natürlich den Erfolgstrainer Willi Müller mit seiner Gattin. Neben den Spielleitern Georg Haubner und Gerd Löffert hat er alle anwesenden Spieler willkommen geheißen. Auch damalige Fans und treue Begleiter der Mannschaft konnte Weitzel begrüßen. Es waren jedoch nicht alle Spieler und Funktionäre anwesend. Urlaub oder berufliche Verpflichtungen zwangen zu Absagen. Die damaligen Spieler Franz Göttler und Klaus Habermann sowie der Masseur Harry Breu sind bereits viel zu früh verstorben. Zu deren Gedenken bat Weitzel die Anwesenden, sich von den Plätzen zu erheben.

Nach einer kurzen Einführung von Weitzel ergriff der damalige Trainer Willi Müller das Wort. Er fühlte sich sichtlich wohl in den „heiligen Hallen“ des vor 12 Jahren sanierten DJK-Sportheimes und ging nochmal auf den sportlichen Weg der überraschend in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogenen Mannschaft ein. Nach teilweise hervorragenden Spielen in der Qualifikation wurde den Burgstädtern Fußball-Bundesligist SV Darmstadt 98 zugelost.

Es war ein Auswärtsspiel für die damals in der Bezirksliga Mittelfranken Süd fünf Klassen tiefer spielenden Abenberger. In der heutigen Zeit wäre das ein Unding, denn es gibt keine Auswärtsspiele mehr für Amateure. Wenn es zu einem Tausch des Heimrechtes gekommen wäre, hätte man auf der Anlage am Asbacher Weg in Abenberg kaum mehr als 3000 Zuschauer untergebracht. Doch Abenberg enttäuschte bei diesem Spiel im Stadion „Am Böllenfalltor“ in keinster Weise. Die 1:4-Niederlage wurde von den mitgereisten Fans wie ein Sieg gefeiert.

Nach der 3:0-Pausenführung der Darmstädter war die DJK Abenberg in den zweiten 45 Minuten keinen Deut schwächer als die „Lilien“, wie dieser Verein immer noch liebevoll genannt wird. Selbst das Darmstädter Echo schrieb damals: „Abenberg gab dem Bundesligisten Rätsel auf — und das Endergebnis von 4:1 für Darmstadt drückt keinesfalls den Klassenunterschied aus.“ Das sagt eigentlich schon sehr viel über die sehr starke Leistung der Abenberger.

Die Bilder-Schau, die mit viel Kleinarbeit von Karlheinz Hiltl zusammengestellt wurde, war ein toller Erfolg. Fast bei jedem Bild wurden die verschiedensten Kommentare abgegeben. Am Ende bedankte sich Kurt Weitzel, der diesen Abend hervorragend umrahmte, bei allen, die zu dieser gelungenen Lichtbildschau beigetragen haben. Den beiden „Hauptakteuren“ Gerd Haubner und Karlheinz Hiltl überreichte er als kleines Dankeschön einen Gutschein. Danach gab es noch reichlich Gelegenheit, bei reger Diskussion den Abend ausklingen zu lassen.

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