Doris Gruber setzt Reihe der Königinnen fort
11.07.2009, 00:00 Uhr
Bürgermeister Walter Schnell sprach den Schützen für die Organisation des Bürgerschießens und den Vereinen für die rege Beteiligung seinen Dank aus. Die Veranstaltung sei fester Bestandteil im Jahreslauf geworden «Dadurch gibt es viele Nachfeiern, weil ja jede Gruppe ihren gewonnenen Schinken gemeinsam verzehren will», sagte Schnell. «So fördert das Bürgerschießen auch im Nachhinein das Miteinander in der Dorfgemeinschaft und den Vereinen.» Gemeinsam ehrten dann Brechtelsbauer und Schnell die Schützen.
Gewinner bei Glück mit 111 Ringen wurde Elke Rothenbucher. Zweite und Dritte wurden Lena Zeller (97) und Andrea Günzel (95). Sieger in der Serie mit 83 Ringen wurde Andreas Heider, gefolgt von Udo Weinlein (81) sowie Karl-Heinz Roser (80). Die Schützen aus dem Wildmeisterfeld hatten 38 Teilnehmer aufzuweisen und der Gartenbauverein 37. Die höchste Beteiligung hatten die Kärwaboum und -madli mit 52 Schützinnen und Schützen. Das Wildmeisterfeld kam mit 38 Personen, der Gartenbauverein mit 37.
In der Kategorie «Pokal» gewannen mit 706 Ringen bereits zum dritten Mal die Kärwaboum und -madli. Damit geht der Pokal nach der Tradition endgültig in ihren Besitz über. «Da muss der Bürgermeister einen neuen spendieren», klärte Brechtelsbauer die Zeltbesucher über die Gepflogenheiten auf. Die Dorfgemeinschaft Götzenreuth schoss 569 Ringe, der Gartenbauverein 521.
Bei der Kür des Bürgerkönigs oder Königin brauchte es Paul Brechtelsbauer nicht allzu spannend zu machen. Würde die Reihe der Königinnen in diesem Jahr endlich von einem Mann unterbrochen werden? Natürlich nicht. Kammerstein hat zum achten Mal in Folge eine neue Bürgerkönigin. Die Regentschaft der Frauen ist ungebrochen. Die Königin des vergangenen Jahres, Elke Rothenbucher, reichte die Schützenkette weiter an Doris Gruber, die für den Geselligkeitsverein «Aurachtaler» angetreten war.
Sie erreichte einen Teiler von 133,4. Bürgermeister Schnell legte der frischgebackenen Majestät dann die prachtvolle Kette um und überreichte einen Blumenstrauß. Den zweiten und den dritten Platz nach der Königin belegten Armin Feuerstein mit 195,0 und Renate Götz mit 217,4.
In diesem Jahr gab es zum dritten Mal einen Sonderpreis: Bürgermeister Walter Schnell hatte ihn ausgelobt. Ihn sollte derjenige bekommen der am nächsten an den Schuss des Bürgermeisters herankäme. «Der Bürgermeister hat nicht einmal so schlecht geschossen», sagte Brechtelsbauer. Die Sensation: Willi Niedermann traf genau den gleichen Teiler, nämlich 1334.