Geglückter Ausflug ins Journalistenleben
23.03.2013, 10:00 Uhr
Für sein „Wirtschaftsblatt Schwabach“ ist ein P-Seminar des Abiturjahrgangs am Adam-Kraft-Gymnasium am Freitag vom Kultusministerium ausgezeichnet worden. Die Urkunden überbrachte Joachim Leisgang, der für die mittelfränkischen Gymnasien zuständige Ministerialbeauftragte (MB).
Damit gehören die AKG-Schüler zu den drei besten P-Seminaren in Mittelfranken. Weitere Auszeichnungen gingen an Gymnasien in Spardorf und Lauf.
Ein Gesamtpaket
Das „Wirtschaftsblatt Schwabach“ ist eine 16-seitige Farbbroschüre mit bebilderten Artikeln zu wichtigen lokalen Wirtschaftsthemen. Die Palette reicht von traditionsreichen Familienunternehmen im Einzelhandel über die Huma bis zu einem Interview mit VW-Feser-Geschäftsführer Georg Marthold und den Plänen für den „Goldschlägerhof“ im Bereich Zöllnertorstraße. „Wir wollten Schwabach als Gesamtpaket darstellen“, erklärte Marco Geist, der mit Laura Eber das Seminar koordiniert hat.
„Die Schüler waren extrem zuverlässig. Alles hat wunderbar geklappt“, lobte Seminarleiter Harald Weber, der die Abiturienten in „Wirtschaft und Recht“ unterrichtet, sein Redaktionsteam. Neben Laura Eber und Marco Geist gehören dem P-Seminar auch Anika Baier, Florian Fraunholz, Mario Grosam, Nicholas Hochmuth, Simon Klein, Charles Klietsch, Philip Köhler, Vanessa Loy, Susanne Mangolß, Julia Rahn, Katharina Reith und Lukas Riemer an.
Laura Eber bedankte sich unter anderem bei Tagblatt-Chefredakteur Jürgen Karg für dessen fachliche Begleitung der Seminarsitzungen.
Schulreferent Frank Klingenberg, Bergner-Geschäftsführer Thomas Dann vom IHK-Gremium und Sabine Krückel von der Vereinigung Bayerischer Wirtschaft zeigten sich von der Leistung des Seminars beeindruckt.
Gefragte Qualifikationen
So lesenswert das „Wirtschaftsblatt“ ist, sogar noch wichtiger als das Ergebnis eines Projekt-Seminars seien die Erfahrungen im Arbeitsprozess, betonte Ministerialbeauftragter Leisgang: „Sie mussten Ideen entwickeln, Themen strukturieren, sich als Gruppe organisieren, Kontakt mit Partnern außerhalb der Schule aufnehmen und Termine einhalten.“ Alles Qualifikationen, die in jedem Projekt in jedem Beruf gefragt sind.
Wie sorgfältig geplant das P-Seminar dabei vorging, erläuterte Laura Eber am Beispiel einer „Mind Map“. Recherche, Interviews, Artikel verfassen, Layout, Druck: Die verschiedenen Aufgaben wurden gezielt auf Gruppen verteilt — und deren Arbeit im „Meilenstein-Plan“, den Marco Geist vorstellte, wieder zusammengefügt.
P-Seminare dienen nicht zuletzt der beruflichen Orientierung. Dieser erste Ausflug ins Journalistenleben war aber für fast alle auch der letzte: Von den 14 Schülern überlegt nur ein einziger, Redakteur werden zu wollen. Unter Umständen. Vielleicht. Zumindest um 13 muss man sich also keine großen Sorgen machen.
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