Angelika Gräbner als neue Realschul-Chefin der „Sene“
12.11.2013, 09:59 Uhr
„Sie werden sich hier sicher wohl fühlen“, prognostizierte Landrat Gerhard Wägemann in seinem Grußwort. Die Neubesetzung des Postens war nötig geworden, nachdem im Juli Gräbners Vorgänger Gabriel Lypp seinen Ruhestand angetreten hatte. Die jetzige Amtseinführung soll zugleich einen Schlussstrich unter das rotierende Personalkarussell auf der Leitungsebene der „Sene“ darstellen, machte der Landrat deutlich, der in seiner Funktion zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes der Schule ist.
Die Einrichtung gelte es auch als eine kooperative Gesamtschule mit entsprechendem Modellcharakter zu erhalten, ergänzte Bürgermeister Werner Baum, der Gräbner im Namen der Stadt willkommen hieß. Dass der Sonderstatus erhalten bleibt, dafür will auch Gräbner selbst sorgen, die sich von dem schulartübergreifenden Ansatz begeistert zeigte – ebenso wie vom persönlichen Umfeld. „Die Chemie hat vom ersten Tag an gestimmt,“ bestätigte auch die Leiterin der Senefelder-Schule, Gabriele Gippner. Die offizielle Amtseinführung oblag in der Feierstunde dem Ministerialbeauftragen und Realschuldirektor Johann Seitz, der auch einen Blick in die Biografie Gräbners warf.

Facettenreiches Engagement
Die „Neue“ ist in Fürth geboren und in Nürnberg aufgewachsen. 1986 begann sie ihre Laufbahn an der staatlichen Realschule in Wassertrüdingen. Der Ort wurde auch zu ihrem Lebensmittelpunkt: Sie heiratete den heutigen Direktor der dortigen Schule, und die beiden bauten sich ein Haus in der Kleinstadt im Ansbacher Landkreis. Sie etablierte Wettkampfgruppen, forcierte den Schüleraustausch mit Frankreich, übernahm in Zeiten der Personalnot auch einmal fachfremden Unterricht, avancierte zur Referentin für Lehrerfortbildungen für den Sportunterricht in Bayern und wurde zudem Beratungslehrerin.
2004 wechselte sie an die Anton-Jaumann-Realschule in Wemding, wo sie 2006 zur Konrektorin ernannt wurde. Dort baute sie die SMV-Arbeit auf, sorgte für ein familiäres Schulklima und war maßgeblich bei der Planung gleich zweier Erweiterungsbauten beteiligt.
Das ließ in Treuchtlingen natürlich aufhorchen. Denn an der „Sene“ steht eine umfangreiche Generalsanierung an. Hier werden die Erfahrungen Gräbners wohl sehr gefragt sein. Dass sie diese auch einbringen werde, sicherte sie im Rahmen der Einführung zu. Unterstützung wurde ihr nicht nur in dieser Angelegenheit von allen Seiten signalisiert.
Beispielsweise auch vom Elternbeirat, dessen Vorsitzende Susanne Bethke den „guten kollegialen Umgang“ lobte, der im Hause gepflegt werde und den auch Gräbner beherzige. Ihr wünschte sie zugleich „Eltern, die auch mal auf Sie hören!“ Praktische Hilfe für den Alltag an der Schule gab es seitens des Personalrats und dessen Vorsitzenden Ulrich Wolf, der Gräbner unter anderem eine „Strickliesl“ schenkte, mit der sie nun die benötigten „Geduldsfäden“ gleich selbst herstellen könne.
Zu den vielen, zu großen Teilen aus süßen Leckereien bestehenden Geschenken gesellten sich auch zahlreiche musikalische Beiträge, welche die Feierstunde abrundeten. Den Anfang machten dabei die Chorklassen: bestehend aus dem sechsten Jahrgang aller an der „Sene“ vertretenen Schularten – Mittel- und Realschule sowie Gymnasium.
Auch die drei Schulsprecher Furkan Kiraz, Anna-Lena Schwimmer und Sven Zenker ließen es sich nicht nehmen, Gräbner in einer kleinen Rede willkommen zu heißen. Eine zusammengewürfelte Truppe namens „die Musiker“, die Bigband der Schule sowie der Chor des Lehrerkollegiums sorgten für weitere Akzente.
Worte des Dankes
Es gab also viel zu danken für Gräbner selbst, was diese denn auch ausgiebig tat. Als Besucherin war sie auch schon bei der Einführung Gippners dabei gewesen und hatte damals schon dem Zeitpunkt entgegengefiebert, dass auch sie „Teil dieser tollen Gemeinschaft“ werden kann, so die neue Realschulchefin.
Sie werde in ihrer neuen Funktion keinen blinden Aktionismus an den Tag legen, versprach die 55-Jährige. Sie wolle sich erst mit den besonderen Gegebenheiten der Schule vertraut machen, um ihr dann „eine persönliche Note zu verleihen“. Hauptaugenmerk werde sie dabei freilich auf „meine Realschule“ richten. Hier lege sie auf Praxis- und Berufsorientierung großen Wert und analog dazu auch auf die Kontaktpflege zur heimischen Wirtschaft.
Eine Herzensangelegenheit sei ihr die Seminarleitung, die sie nun ebenso innehat. Was die anstehende Generalsanierung anbetrifft, hoffe sie, dass bei den Entscheidungen „auch die Schulleitung miteinbezogen wird“ und deren Ideen auch eine Umsetzung erführen.
Wichtig sei beispielsweise die Errichtung einer großen Veranstaltungshalle, betonte Gräbner, was ihr spontanen Beifall einbrachte. Es gelte der großen Veranstaltungsvielfalt der „Sene“ und damit ihrem besonderen Charakter gerecht zu werden. Wie der Umbau nach erfolgter Maßnahme aussehen mag, davon kann sich Gräbner buchstäblich jeden Tag ein Bild machen bzw. ein solches ansehen.
Eine gemalte Vision der Maßnahme hängt nämlich bereits in ihrem Büro. Nun aber gibt es erst einmal ein vordringliches Ziel, das die Bigband musikalisch mit „Stand by me“ auf den Punkt brachte, bevor die Feierstunde bei einem Imbiss ausklang.
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