28. Spieltag

Kleeblatt viel zu passiv: Fürth verliert nach schwachem Auftritt verdient in Darmstadt

Erik Thieme

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05.04.2025, 15:21 Uhr
Offensiv kamen die Fürther in Darmstadt nur selten zum Zug.

© IMAGO/Sportfoto Zink Offensiv kamen die Fürther in Darmstadt nur selten zum Zug.

In Darmstadt muss Kleeblatt-Trainer Jan Seiwert mehrfach umstellen, Green fehlt wegen muskulärer Probleme und Hrgota ist nach fünf gelben Karten gesperrt. Für die beiden rücken Futkeu und John in die Startformation.

Gegen das bis dato schlechteste Team seit dem Jahreswechsel - Darmstadt holte nur sieben Punkte in 2025 - beginnt das Kleeblatt abwartend und überlässt den Lilien den Ball. Die Franken konzentrieren sich in der Anfangsviertelstunde aufs Kontern. Weil die Pässe der Darmstädter oft zu ungenau sind und beide Teams das Risiko scheuen, plätschert die von Ballverlusten geprägte Partie ohne viel Spielfluss recht unspektakulär vor sich hin.

"Highlightbefreite Vorstellung"

Die ebenfalls abstiegsbedrohten Darmstädter wissen mit dem Ballbesitz nur wenig anzufangen und so findet das Kleeblatt zumindest ein wenig ins Spiel. Bis auf einen ungefährlichen Kopfball von Futkeu (19. Minute) und einen ebenfalls schwachen Distanzschuss auf Seiten der Darmstädter (29.) passiert in der ersten halben Stunde aber nichts. Der Kommentator spricht von einer "highlightbefreiten Vorstellung", immerhin scheint am Böllenfalltor die Sonne.

Weil es zwei medizinische Notfälle im Stadion gibt, wird der organisierte Support von beiden Seiten vorübergehend eingestellt. In der 40. Minute reklamieren die Lilien-Fans nach einer Ecke Handspiel, Schiedsrichter Lars Erbst lässt aber weiterspielen. Aufregender wird es vor der Pause nicht mehr und so geht es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Noll gleich gefordert

Das Kleeblatt kommt personell unverändert aus der Kabine, doch das erste Highlight der Partie gibt es für die Hausherren. Weil Dietz Förster zentral vor dem Strafraum am Dribbling hindert, entscheidet der Schiedsrichter auf Foul. Der fällige Freistoß aus guter Position kommt aber zu zentral, sodass Noll das Spielgerät über die Latte lenken kann (49.).

Darmstadt hat jetzt mehr Zug zum Tor und erspielt sich gleich mehrere Torchancen. Ein zweiter Freistoß geht über das Tor (51.), den dritten köpft Corredor abermals über die Latte (54.). Dafür muss Hornby nach etwas über einer Stunde verletzt vom Platz, auch diese Unterbrechung tut dem Spielfluss gar nicht gut.

Vom Kleeblatt, das bis auf den Sieg in Regensburg in dieser Saison auswärts nie zu null spielen konnte, kommt offensiv kaum noch etwas. Die Fürther gelangen höchstens über Umschaltmomente vor das gegnerische Tor, doch auch die werden nie gefährlich. Dafür steht hinten weiter die Null.

Darmstadt erhöht den Druck und belohnt sich

Zwanzig Minuten vor Ende werden die Offensivbemühungen der Lilien dann wieder stärker. Marseiler dribbelt sich an Loosli vorbei in den Strafraum, kommt an Quarshie aber nicht vorbei (73). Dafür bekommt Lopez nur eine Minute später rechts die Möglichkeit zur Flanke. Seine Hereingabe kommt perfekt für Lidberg, dessen kraftvoller Kopfball aber noch von Noll mit einem starken Reflex abgewehrt werden kann.

Fürth scheint sich mit dem 0:0 angefreundet zu haben, Darmstadt hingegen will hier den Sieg. In der 79. Minute spielt Boetius einen genialen Pass in den Strafraum, wo Lidberg frei vor Noll steht. Der Schwede nimmt den Ball an und schießt ihn durch die Beine des Keepers ins Tor. Diese Führung hatte sich angedeutet, Fürth findet offensiv in der zweiten Halbzeit quasi nicht statt.

Siewert reagiert und bringt mit Motika und Mause zwei frische Offensivkräfte. Wirklich anzumerken ist das der Fürther Mannschaft nicht. Die will zwar nach vorne, weiß heute aber einfach nicht wie.

In der 90. Minute kommt Consbruch nach einem Fehler von Vukotic etwas überraschend im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss, scheitert mit seinem Volley jedoch an Schuhen. Trotz sieben Minuten Nachspielzeit erspielt sich das Kleeblatt keine nennenswerten Chancen mehr und verliert so verdient in Darmstadt. Damit bleibt der Abstand auf die Abstiegsplätze weiterhin bei sieben Punkten.

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