Neue Aufgabe beim Kleeblatt
„Mein Herzensverein“: Fürther Derbyheld Edgar Prib beendet seine Karriere vorzeitig
05.03.2025, 17:38 Uhr
Edgar Prib beendet zum Wohle seiner Gesundheit seine aktive Fußballerkarriere vorzeitig, wie die Spielvereinigung Greuther Fürth und der Spieler am Mittwoch bekanntgaben. Der 35-Jährige, der zuletzt in der U23 des Kleeblatts aktiv war, bleibt dem Verein jedoch erhalten und wird Sportlicher Mitarbeiter im Nachwuchsleistungszentrum. Damit kehrt er an den Ort zurück, wo vor fast 30 Jahren alles begann.
Im Alter von zwei Jahren zog Prib mit seiner Familie nach Fürth. 1996 begann der gebürtige Russe seine Fußballkarriere bei der Spielvereinigung, durchlief alle Nachwuchsmannschaften und unterschrieb 2009 im Alter von 20 Jahren seinen ersten Profivertrag beim Kleeblatt. Im August desselben Jahres debütierte er in der 2. Bundesliga. Es folgten 109 weitere Einsätze im Kleeblatt-Trikot in den beiden höchsten deutschen Spielklassen sowie im DFB-Pokal, bei denen er insgesamt 17 Tore erzielte.
Unvergessen bleibt Pribs entscheidendes Kopfballtor im 254. Frankenderby in Nürnberg im Pokal-Achtelfinale am 20. Dezember 2011. Im Sommer darauf stieg der Mittelfeldspieler mit dem Kleeblatt in die 1. Bundesliga auf. Prib hatte an dem historischen Erfolg maßgeblichen Anteil, stand in der Aufstiegssaison 30 Mal in der Startelf, erzielte drei Tore und bereitete sechs Treffer vor. Nach dem Abstieg 2013 wechselte Prib ablösefrei zu Hannover 96. Sieben Jahre später zog es ihn zu Fortuna Düsseldorf. 2022 wagte er den Schritt ins Ausland und spielte für Manisa FK in der zweiten türkischen Liga. Im September 2023 kehrte Prib schließlich zu seinem Heimatverein zurück, um bei der U23 mit anzupacken und seine Erfahrung einzubringen.

"Mein Herzensverein"
"Gerne hätte ich die Saison noch zu Ende gespielt, mein Körper sendet aber klare Signale, dass es jetzt an der Zeit ist, mit dem Fußballspielen aufzuhören", lässt sich Prib in der Vereinsmitteilung zitieren. Die Phase rund um das Ende der Karriere sei eine schwierige, umso dankbarer sei er den Verantwortlichen im Verein für die Unterstützung in dieser Zeit. "Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf meine Karriere und jede einzelne Station zurück. Dass ich mein letztes Spiel beim Kleeblatt, meinem Herzensverein, in der U23 absolviert habe, macht mich glücklich." Nun freue er sich auf die Zeit im Nachwuchsleistungszentrum.
Die Verantwortlichen beim Kleeblatt sind ebenfalls froh, dass Prib dem Verein erhalten bleibt. "Es hat mir als Spieler immer große Freude bereitet, mit Eddy auf dem Platz zu stehen. Genauso freue ich mich jetzt auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm neben dem Feld", sagte Sportdirektor Stephan Fürstner, der von 2010 bis 2013 mit Prib zusammen in Fürth spielte und gemeinsam den Aufstieg feierte. Prib sei ein Paradebeispiel dafür, welchen erfolgreichen Weg man als Nachwuchsspieler beim Kleeblatt einschlagen kann.
Man sei überzeugt, dass "Eddy" sowohl fachlich als auch menschlich alles mitbringe, um die Entwicklung der Spielvereinigung voranzutreiben. "Edgar Prib hat nicht nur eine beachtliche Karriere als Fußballer hinter sich gebracht, vor der man nur den Hut ziehen kann. Für viele Fürther Fans ist er darüber hinaus eine absolute Identifikationsfigur", sagte Geschäftsführer Holger Schwiewagner. Der Verein kündigte an, Prib am Samstag beim Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg vor Anpfiff ehren zu wollen.
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