Alpines Weltcup-Finale

Schreckmoment für Straßer: Ski-Ass entgeht Kollision

27.03.2025, 18:03 Uhr
Linus Straßer kollidierte im ersten Lauf in Sun Valley beinahe mit einem Pistenarbeiter.

© John Locher/AP/dpa Linus Straßer kollidierte im ersten Lauf in Sun Valley beinahe mit einem Pistenarbeiter.

Skirennfahrer Linus Straßer hat die Saison ohne einen Weltcup-Podestplatz beendet und musste zum Abschluss noch eine Schrecksekunde überstehen. Nachdem er im ersten Durchgang beinahe mit einem sogenannten Rutscher kollidiert wäre, belegte der 32-Jährige im letzten Rennen des Winters Rang sechs.

Den Sieg in Sun Valley in den USA sicherte sich der Norweger Timon Haugan mit 0,03 Sekunden Vorsprung vor Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich. Haugans Teamkollege Henrik Kristoffersen, der Vierter wurde, feierte bereits zum vierten Mal in seiner Karriere den Gesamterfolg in der Slalom-Wertung.

Rutscher kreuzt die Strecke

Ein Pistenarbeiter hatte im ersten Lauf plötzlich die Strecke gekreuzt - direkt vor den Augen von Straßer. Der 32-Jährige kam zwar mit dem Schrecken davon, durch die Aktion aber sichtlich aus dem Rhythmus. Er zog schließlich als Siebter ins Finale ein und machte in diesem dann noch einen Platz gut.

„Es war eine enge Kiste. Mein erster Gedanke, als ich ihn gesehen habe, war, ich muss über ihn drüber springen. Dann hat er sich zum Glück gefangen“, sagte Straßer. „An dem Tor bevor ich zu ihm hingekommen bin, habe ich gemerkt, das könnte sich gerade so ausgehen.“

Rutscher präparieren und pflegen zwischen den Fahrten der einzelnen Athleten die Piste und sorgen dafür, dass alle möglichst ähnliche Bedingungen haben.

WM-Bronze als positiver Ausreißer

Bei der WM im österreichischen Saalbach-Hinterglemm im Februar hatte Straßer Slalom-Bronze und somit seine erste Einzelmedaille bei einem alpinen Großereignis geholt. Im Weltcup kam der Münchner an seine starken Leistungen aus der Vorsaison, in der er die Klassiker in Kitzbühel und Schladming gewonnen hatte, diesen Winter aber nicht heran.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) war es die erste Saison ohne einen einzigen Weltcup-Podestplatz bei den Männern seit 21 Jahren.