Match-Statistik: Effizienz, Hovland und ein rüder Teufel-Tritt

23.9.2015, 09:53 Uhr
Hurra, Hovland! Nürnbergs Norweger brachte den Club in Lautern auf die Siegerstraße.

© Sportfoto Zink / DaMa Hurra, Hovland! Nürnbergs Norweger brachte den Club in Lautern auf die Siegerstraße.

 Effizient. Dieses Fußball-Attribut wurde nicht in Nürnberg erfunden. Auf dem Betzenberg, Deutschlands bekanntestem Fußballhügel, waren es die Club-Spieler dennoch. Sogar in höchstem Maße. Der Torschussvergleich verdeutlicht dies. Der FCK zielte im Fritz-Walter-Stadion neunmal auf den gegnerischen Kasten, der FCN nur einmal mehr. Während die Lauterer Torannäherungen bis auf Halfars Lattenknaller meist ungefährlich blieben, nutzte der Club seinen Minimalvorsprung in der Abschlussbilanz eiskalt. 

Noch eindrücklicher wird das mit Blick auf Nürnbergs Kopfarbeit. Viermal waren die Weiler-Jungs vor dem FCK-Gehäuse mit Haupt und Haar am Ball, dreimal schepperte es. Der dritte Treffer war eine Blaupause des ersten und Ausweis der neugewonnenen Standard-Qualität: Ecke-Möhwald, Lufthoheit in Lautern, Tor. Der zweite Club-Treffer war die Folge einer gelungenen Kombination. Der wie immer auffällige Burgstaller flankte von links, Kopfballtorpedo Schöpf, wieder drin! Ach ja, Effizienz: Alessandro Schöpf, nach eigener Angabe zum ersten Mal seit der E-Jugend wieder mit Köpfchen erfolgreich, und sein österreichischer Landsmann trafen bei je zwei Versuchen einmal ins Schwarze. Lautern 0, Nürnberg 3. 

Ein anderer Sieggarant hatte sogar eine noch bessere Quote. Even Hovland, mit enormer Präzision im Spielaufbau - 71 (!) angekommene Pässe - endlich wieder ein umsichtiger Abwehrchef, kam vor der der FCK-Kiste einmal zum Kopfball. Und zeigte, dass er in dieser Disziplin den Club-Ösis in nichts nachsteht. Das 1:0 für Nürnberg fiel – wie man so schön sagt, zu einem psychologischen wichtigen Zeitpunkt – kurz vor der Pause.

Entscheidend ins Hintertreffen gesetzt hatten sich die Pfälzer aber bereits in der 18. Minute. Patrick Ziegler ging an der Seitenlinie dermaßen kopf- und kompromisslos gegen Guido Burgstaller zu Werke, dass Referee René Rohde den gesundheitsgefährdenden Einsatz des Lauterers mit “Rot“ bestrafte. Das rüde Einsteigen des Roten Teufels war der negative Höhepunkt einer umkämpften Partie, in der sich die Kontrahenten gleichoft unfairer Mittel bedienten (jeweils 21 Fouls). Alessandro Schöpf setzte Kopf und Körper derweil besonders gut ein. Die Kreativkraft aus dem Ötztal gewann zwölf Zweikämpfe - gleichauf mit Raumverdichter Hanno Behrens der Bestwert.

Übrigens: Dank der drei Tore in Kaiserslautern stellt der FCN nun die zweitbeste Offensive der Liga – und schnuppert mit früher unbekannten Attributen an einem Aufstiegsplatz. 

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