Patent für Idee angemeldet

Preisgekrönte Pizza aus Fürth kommt nach Nürnberg - mit einem 24/7-Konzept

Andrea Munkert

Online-Redakteurin

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03.04.2025, 11:55 Uhr
Gaspare Squitieri ist landläufig bekannt für seine preisgekrönten Pizzen. Mit einem Ableger seiner Fürther Pizza Zulu wird er nun in Nürnbergs Innenstadt durchstarten.

© Hans-Joachim Winckler/Andrea Munkert Gaspare Squitieri ist landläufig bekannt für seine preisgekrönten Pizzen. Mit einem Ableger seiner Fürther Pizza Zulu wird er nun in Nürnbergs Innenstadt durchstarten.

"Wer mich kennt, weiß, dass ich mich schnell langweile. Ich muss es mir immer schwer machen": Mit diesen Worten beginnt das Video von Gaspare Squitieri. Darin kündigt er "große Neuigkeiten" an: In der Nürnberger Innenstadt wird er mit seinen preisgekrönten Pizzen bald zugegen sein. Sein jüngstes Projekt führt den Inhaber der Pizza Zulu aus Fürth ins Herz von Nürnberg. In der Lorenzer Straße 5, in den Räumen des ehemaligen Möbelhandels „Neubauer“, will Squitieri ein neues Konzept präsentieren. Der Möbelhandel ist zu Beratungszwecken ins Untergeschoss gezogen, im Erdgeschoss wird sich fortan alles um Pizza drehen.

Oftmals wurde er gefragt, warum er in Fürth ansässig sei - und nicht in Nürnberg, berichtet Squitieri im Gespräch mit der Redaktion von „nordbayern.de“. "Der größte Teil unserer Gäste in Fürth kommt aus Nürnberg", erklärt er weiter. Dem zollt er mit der kommenden Neueröffnung nun Tribut: Ab Juni oder Juli 2025 soll es die Zulu-Pizzen 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche geben. Am beziehungsweise im neuen Standort wird gewerkelt - erst am 1. April hatte Squitieri die Schlüssel zu seinem neuen Ladenlokal erhalten. "Unser Konzept ist perfekt für die Büro-Lage", findet er. "Die Leute haben wenig Zeit - und wir nutzen die maximalen Möglichkeiten, unsere Pizzen zu verkaufen."

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Sein Konzept, das er sich hat patentieren lassen, steht auf mehreren Beinen: In den Räumlichkeiten wird eine Art Kiosk entstehen, in dem ab 11 Uhr oder 11.30 Uhr warme Zulu-Pizzen auf die Hand verkauft werden. Doch die gibt es täglich nur in limitierter Auflage: 300 Stück der beliebtesten Sorten werden pro Tag gebacken und ausgegeben. Eine digitale Anzeige zählt derweil von 300 nach unten. Sind alle verkauft, schließt der Kiosk. Dabei ist es einerlei, ob die Pizzen im Netz oder direkt vor Ort bestellt und abgeholt werden oder per externen Lieferdienst nach Hause gebracht werden.

Im Inneren der Lorenzer Straße 5 wird bereits gearbeitet, direkt neben der Treppe wird der Kiosk entstehen, in dem Pizza-Bäcker täglich 300 Pizzen produzieren.

Im Inneren der Lorenzer Straße 5 wird bereits gearbeitet, direkt neben der Treppe wird der Kiosk entstehen, in dem Pizza-Bäcker täglich 300 Pizzen produzieren. © Andrea Munkert

Für alle, die leer ausgehen oder zu einem späteren Zeitpunkt Lust und Appetit auf die Zulu-Pizzen haben, stehen Tiefkühl-Automaten 24/7 parat. Darin finden Hungrige zehn verschiedene Pizza-Kits zum Selbermachen: "Unsere Standard-Pizzen, die, die am meisten verkauft werden. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei - auch für Veganer", erklärt Squitieri. Auch reine Teigrohlinge finden sich in der Tiefkühl-Auslage, und zwar für Pizza Romana, Pizza Neapolitana und eine glutenfreie Variante. Auch Getränke- und ein Kaffee-Automat werden dort zu finden sein - und ein Vintage-Raum lädt ein, klassische und beliebte Arcade-Videospiele wie Pac-Man zu zocken, die manch einer noch aus seiner Kindheit oder Jugend kennt, wie man sie aus früheren Jahrzehnten kennt. Wer mag, kann die Filiale auch privat buchen, zum Beispiel, um dort mit maximal 100 Gästen Geburtstag zu feiern.

Warum Squitieri mit diesem Konzept und nicht einem klassischen Restaurant an den Start in Nürnberg geht, erklärt er uns ebenfalls: "Unser Onlineshop geht seit elf Jahren gut - jetzt wollte ich meine Pizzen auch in eine andere Stadt bringen. Damit umgehen wir auch den Mangel an gutem Personal" - ein Thema, das die Branche schon lange sehr beschäftigt.

Nach der Neueröffnung in Nürnberg sollen weitere Standorte in fränkischen und auch bayerischen Städten zum Portfolio hinzukommen, verrät Gaspare Squitieri: in Erlangen, Bamberg, Würzburg, Bayreuth, Ingolstadt, Neumarkt und Regensburg. Ihn interessieren Städte mit mehr als 80.000 Einwohnern., sagt er.

Seit Jahren wird Gaspare Squitieris Pizza Zulu im Ranking „50 Top Pizza“ genannt. 2024 erreichte er den sechsten Platz im Vergleich der besten Pizzen in Europa. Im weltweiten Ranking des Portals wurde Squitieri und seinem Team im vergangenen Jahr Platz 32 zuteil. Den Titel für die „Beste Pizza Deutschlands“ haben sich die Pizzamacher aus Fürth bereits vier Mal geschnappt. Seit gut eineinhalb Jahren bewirtet Squitieri seine Gäste in Fürth im ehemaligen Schwarzen Kreuz gegenüber des Rathauses, vorher war er ebenfalls in der Königstraße beheimatet, allerdings am Fuß des Grünen Marktes.

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