Spitzenteam zu Gast
Letzte Chance auf den Aufstiegskampf? Das wird für den FCN gegen den HSV wichtig
04.04.2025, 06:58 Uhr
Durch die Niederlage in Regensburg verpasste der Club einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsplätze. Somit rangiert der FCN derzeit acht Punkte hinter den zweitplatzierten Hamburgern auf Tabellenplatz acht. Auf den Relegationsrang sind es fünf Punkte Abstand für die Nürnberger, die noch zahlreiche direkte Duelle gegen Aufstiegsanwärter vor der Brust haben. Mit einem Heimsieg allerdings dürfte der Club wohl erneut nach oben schielen.
Der Gegner
Seit der Übernahme von Merlin Polzin als Cheftrainer sind die Rothosen klar im Aufwind. Zehn Punkte holten die Hamburger aus den letzten fünf Partien, auch die Rückrundentabelle führt der HSV an. Als Zweitplatzierter stehen die Chancen zudem nicht schlecht, nach sieben Jahren Zweitklassigkeit endlich ins Oberhaus zurückzukehren. Dafür will man auch in Nürnberg siegreich sein.
Dabei nicht mithelfen wird der verletzte Dennis Hadzikadunic: Der Innenverteidiger kugelte sich bei der Nullnummer gegen Elversberg die Schulter aus und wird wohl durch Kapitän Sebastian Schonlau ersetzt. Auch Jonas Meffert fehlt den Norddeutschen in Nürnberg. Im Kurz-Trainingslager auf Mallorca erlitt der 30-Jährige einen Nasenbeinbruch.
Das Personal
Dem FCN, der bis dato weitgehend von Verletzungen verschont wurde, drohen mehrere Ausfälle. Kapitän Robin Knoche wird das Spitzenspiel wegen einer kleinen strukturellen Verletzung in der Wade verpassen. Auch Jens Castrop muss nach seiner bereits zehnten Gelben Karte erneut zusehen. Ein Fragezeichen steht indessen noch hinter dem Einsatz von Stürmerstar Stefanos Tzimas, der auch am Donnerstag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte.
Der Schlüssel zum Erfolg
Mit derzeit 17 Saisontoren führt HSV-Stürmer Davie Selke die Torschützenliste der 2. Bundesliga an. Zudem war der 30-Jährige bereits neun Mal per Kopf erfolgreich - Ligahöchstwert. Mit Kapitän Knoche muss der FCN zudem auf einen kopfballstarken Innenverteidiger verzichten. Auf Winter-Neuzugang Fabio Gruber dürfte somit viel Arbeit zukommen. Das weiß auch Chefcoach Miroslav Klose und fordert daher: „Wir müssen die Flanken schon vorher verteidigen, dass sie nicht in diese gefährliche Zone kommen.“
Darüber hinaus wird entscheidend sein, inwieweit der Club die Spielkontrolle übernimmt oder abgibt. Der HSV legt besonders unter Trainer Polzin wieder Wert auf eigenen Ballbesitz. Auch der FCN hält das Leder nach Möglichkeit in den eigenen Reihen, wenngleich das Team von Miro Klose hier flexibler ist. Dennoch täte der Club wohl gut daran, nicht in Passivität zu verfallen und regelmäßige Ballbesitzphasen zu haben. „Wir wissen, dass wir dem HSV nicht so viel Ballbesitz geben können“, erklärte Klose. Die Hamburger nämlich könnten mit dem Ball „viel anfangen“.
Die Bilanz
Besonders in den vergangenen Jahren erwies sich der HSV für den Club als hartes Pflaster. Nur in einem der letzten 14 Pflichtspiele ging der FCN als Sieger vom Platz. Der einzige Zweitliga-Dreier gelang in der Spielzeit 2021/22, als Tim Handwerker spät per Distanzschuss den viel umjubelten 2:1-Treffer erzielte. Insgesamt trafen beide Altmeister bisher 90 Mal aufeinander, wobei der HSV mit 45 Siegen klar die Nase vorn hat. Dem gegenüber stehen 23 Nürnberger Erfolge und 22 Remis.
Die Eckdaten
Die Partie gegen den HSV beginnt am Samstag um 13 Uhr. Der Club erwartet ein ausverkauftes Max-Morlock-Stadion und empfiehlt daher, bereits frühzeitig anzureisen. Darüber hinaus überträgt der Pay-TV-Sender Sky die Begegnung. Alternativ begleiten beide Vereine die Begegnung im Fanradio, auch die ARD-Audiothek und die Sportschau bieten Audiostreams an.
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