Zelda könnte weitergehen

Switch 2: Quasi-Bestätigung? Nintendo macht, worauf alle gewartet haben

Andreas Hofbauer

Redakteur

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26.02.2025, 06:05 Uhr
Liefert Nintendo hier die Bestätigung, auf die alle warten?

© Nintendo/Montage: Nordbayern.de Liefert Nintendo hier die Bestätigung, auf die alle warten?

Der japanische Spielekonzern Nintendo ist für seine kompromisslose Haltung bekannt, wenn es um das Durchsetzen seiner Markenrechte geht. Die Mario-Firma geht regelmäßig gegen mutmaßliche Verletzungen seines geistigen Eigentums vor - seien es Fan-Projekte, Emulatoren oder die unerlaubte Verwendung von Grafiken oder Markennamen. Damit hat Nintendo die berüchtigten "Nintendo-Anwälte" bekannt gemacht.

Und die machen auch vor kleinen Unternehmen nicht halt. So etwa, als Nintendo versucht hat, gegen einen Supermarkt aus Costa Rica vorzugehen. Der hatte 2024 versucht, das seit 2013 bestehende Markenrecht zu erneuern, was Nintendo auf den Plan gerufen hat.

Das Registro Nacional, die für Markenrechte zuständige Behörde Costa Ricas, wies im November 2024 die Einwände von Nintendo gegen die Markennutzung zurück. Die Behörde begründete die Entscheidung damit, dass Nintendo trotz weltweiter Markenrechte für "Super Mario" keine Ansprüche im Bereich Lebensmittelhandel und Supermärkte geltend machen könne. Die offizielle Verlängerung der Markenrechte für den Supermarkt gab es dann im Dezember 2024. Supermarktbesitzer José Mario Alfaro González gab seinen Erfolg in dem Rechtsstreit am 28. Januar 2025 über Facebook bekannt.

Ähnlich aggressiv ging Nintendo nach einem Vorfall auf der Consumer Electronics Show (CES) 2025 in Las Vegas, USA vor. Der Zubehörhersteller Genki präsentierte dort einen vermeintlichen Switch-2-Prototypen. Daraufhin schickte Nintendo Anwälte zum Messestand des Unternehmens. Genki beteuerte daraufhin, dass es sich bei der vermeintlichen Switch 2 nur auf öffentlich zugängliche Leaks gestützt habe. Trotzdem verließ das Unternehmen die CES einen Tag früher als geplant. Nintendo prüft nun weitere rechtliche Schritte gegen den Hersteller.

Vor Release der Switch 2: Nintendo erneuert Markenrechte

Und damit Nintendo auch in Zukunft die bekannten "Nintendo-Anwälte" losschicken kann, erneuerte das Unternehmen nun seine eingetragenen Marken. Darunter das bekannte "Qualitätssiegel" für verschiedene videospielbezogene Produkte. Obendrein wurden auch die Markenrechte für die The Legend of Zelda-Reihe erneuert, wie aus der japanischen Markendatenbank Chizai Watch hervorgeht.

Die Markenrechte für das Qualitätssiegel von Nintendo umfassen ein breites Spektrum von Produkten und Dienstleistungen, darunter "Heimvideospielkonsolen" und "ROM-Kartuschen zur Speicherung von Videospielprogrammen". Das Siegel dient zur Kennzeichnung offizieller Nintendo-Produkte und lizenzierter Zubehörteile.

Die Erneuerung der Markenrechte für Zelda könnte auf ein Remake oder ein neues Projekt der Zelda-Reihe hindeuten, lässt sich aber auch als routinemäßige Verwaltungsmaßnahme Nintendos zum Schutz des geistigen Eigentums einordnen.

Die Markenrechte fungieren als Schutzmaßnahme gegen unbefugte Nutzung durch Dritte. Die Erneuerung des Qualitätssiegels hat in der Gaming-Community bereits Diskussionen ausgelöst. Einige Fans nutzen das Erneuern der Rechte als Anlass, ihre Bedenken über den Zustand des Nintendo Switch eShops zu äußern, der in den letzten Jahren von schnell zusammengeflickten Videospielen, sogenannten "Asset-Flips", überschwemmt worden sein soll.

Warum Nintendo das Qualitätssiegel eingeführt hat

Das ursprüngliche Qualitätssiegel wurde erstmals für das Nintendo Entertainment System (NES) aus dem Jahr 1986 eingeführt, um nach dem Videospielmarkt-Crash von 1983 das Vertrauen von Kundinnen und Kunden wiederzugewinnen.

Ob die Markenerneuerungen in direktem Zusammenhang mit der anstehenden Veröffentlichung der Switch 2 stehen, ist derzeit nicht bekannt - aber auch nicht auszuschließen.

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